Pomona Zipser 25.2. - 31.3.2012
Skulptur und ZeichnungVernissage Sa 25.2.2012 16 Uhr
Einleitung Prof. Harald Siebenmorgen
Abb.: Pomona Zipser, Schwarze Breite, 2007, Holz, Farbe, 105x280x28 cm

Vita Pomona Zipser
1958 in Rumänien geboren, Studium bei Mac Zimmermann und Lothar Fischer.
Seit 1980 verschiedene Stipendien und Preise.
Lehrtätigkeit an der UdK, der Kunsthochschule Weissensee und der Freien Akademie für Kunst, Berlin. Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen bis 2005, des Deutschen Künstlerbundes bis 2006, Sculpture Network.
Wiederholte Teilnahme an der Großen Münchner Kunstausstellung, Ausstellungen der Darmstädter Sezession und der Berlinischen Galerie, Landesmuseum.
Ausstellungen oder Arbeiten in Sammlungen in Deutschland, Biennale Venedig, Budapest, Dublin, Dänemark, Dakar, Japan, San Francisco.
Über die Skulpturen von Pomona Zipser
"Vom
spielerischen Ernst sprechen die Titel. Vom Leben in der Großstadt und
Vergangenem erzählen die einzelnen Teile, aus denen die Arbeiten zusammengesetzt
sind. Nicht die Natur, sondern bearbeitete Teile, Möbelfragmente, Reste von
Innenarchitektur werden hier recycled und zu neuen kostbaren Gebilden zusammen
geführt, die wiederum an Zeiten vor den dicht besiedelten Städten erinnern und
an so Zeichenhaftes wie Ursprüngliches archaischer Kulturen und Mythen
anknüpfen.
Einstige Bearbeitungsspuren, individuelle Färbung und damit eine leichte
Zuordnung verschwindet unter einer hier weißen, in anderen Werkstücken dunklen
oder rostfarbenen Fassung. Bei genauer Betrachtung wird auch bewußt, daß in
diesen Fundstücken eine intensive Bearbeitung steckt. Was so spielerisch und
leicht erscheint, ist Ergebnis eines langen Arbeitsprozesses. Chaos und Ordnung,
Widerstreit, Dynamik, Zusammenspiel suchen ständig neuen Raum. Kräfte streben
auseinander und wollen gebündelt sein. Jede Form strebt nach einer
funktionierenden Verbindung: funktional wie formal. Jeder Eingriff, jedes neue
Glied verändert das bis dahin stabile Gleichgewicht. Unterschiedliche Kräfte
ziehen in die Horizontale oder Vertikale, verlangen Bodenhaftung oder wollen in
luftige Höhe. Fast wie im Leben oder doch abstrakt? Pomona Zipser zeigt uns mit ihren filigranen wie robusten Skulpturen einen
schmalen Grat zwischen Traum und Wirklichkeit, Phantasie und Gegenwart. Pralles
Leben, Lust, Nachdenklichkeit, Trauer spiegeln sich in bildhaften Gesten,
greifbar, lebendig, so vergänglich wie kostbare Momente als bildhafte Zeichen im
Raum." ( Birgit Möckel, 2010, Berlin )
Abb.: Ausstellungsbilder Pomona Zipser Galerie Voegtle 2012